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Wie wir über medizinische Behandlung denken

Lesen Sie: Die biblisch begründete Ansicht der Zeugen Jehovas zur medizinischen Behandlung. Informationen aus erster Hand, zusammengestellt vom Informationsbüro der Zeugen Jehovas.

Jehovas Zeugen gehen, wenn nötig, zum Arzt und viele von ihnen arbeiten im Gesundheitswesen. Nahezu alle Behandlungsmethoden werden akzeptiert (Lukas 5:31).

Wir möchten lange und gesund leben. Unsere Glaubensansichten fördern die Achtung vor dem Leben und bewahren uns vor vielen Gesundheitsproblemen. Wenn wir krank sind, gehen wir natürlich zum Arzt. An Wunderheilungen glauben wir nicht. Über Behandlungsmethoden entscheidet jeder selbst.

Warum lehnen sie Bluttransfusionen ab?

Jehovas Zeugen bestehen auf medizinischen Behandlungsalternativen ohne Blut, die inzwischen von den meisten Medizinern akzeptiert und verwendet werden.

Wir halten uns an das biblische Gebot, sich des Blutes zu enthalten, wie es in Apostelgeschichte 15:20, Apostelgeschichte 21:25 und in anderen Bibeltexten zu finden ist. 

Transfusionsalternativen

Jehovas Zeugen bestehen auf medizinischen Behandlungsalternativen ohne Blut, die inzwischen von den meisten Medizinern akzeptiert und verwendet werden. So halten wir uns an das biblische Gebot, uns des Blutes zu enthalten (Apostelgeschichte 15:29; sowie 1. Mose 9:3, 4; 3. Mose 7:26, 27; 17:1, 2, 10-12; 5. Mose 12:23-25). Zwar lehnen wir Blut aus religiösen Gründen ab, doch inzwischen wird von vielen anerkannt, dass so die Übertragung tödlicher Krankheiten, wie AIDS und Hepatitis, verringert wird und Kosten gespart werden.

Da die Bibel keine eindeutigen Aussagen zur Verwendung von Blutfraktionen oder der sofortigen Reinfusion von patienteneigenem Blut bei einer Operation (Blutrückgewinnung) macht, entscheidet jeder selbst, inwieweit er sich damit einverstanden erklärt. Wir akzeptieren sichere Behandlungsalternativen ohne Blut, die von immer mehr Medizinern anerkannt werden.

Blutlose Behandlungsmethoden und Operationstechniken sind so fortgeschritten, dass sie inzwischen auch Patienten zur Verfügung gestellt werden, die keine Zeugen Jehovas sind. Professor Charles H. Baron schrieb: „Dank der Tätigkeit der Krankenhaus-Verbindungskomitees der Zeugen ist es heute weniger wahrscheinlich, dass Zeugen Jehovas oder Patienten allgemein unnötig Blut übertragen bekommen. Im Zuge zahlreicher Bestrebungen zugunsten der Rechte von Patienten hat die von den Zeugen geleistete Arbeit bewirkt, dass Patienten im Großen und Ganzen über zahlreiche Einzelheiten ihrer Behandlung freier entscheiden können. Außerdem wurde der Sache der Freiheit im Allgemeinen und der Religionsfreiheit im Besonderen dadurch gedient, dass die Zeugen standhaft bleiben, wenn versucht wird, sie zu einer Handlung zu zwingen, die ihren religiösen Grundsätzen widerspricht."

Jehovas Zeugen gehen, wenn nötig, zum Arzt und viele von ihnen arbeiten im Gesundheitswesen. Nahezu alle Behandlungsmethoden werden akzeptiert.

Gesundheitserziehung

Die weltweit erscheinende Monatszeitschrift Erwachet! (herausgegeben von Jehovas Zeugen) veröffentlicht häufig Artikel zu Gesundheit und medizinischen Themen. Erwachet! unterbreitet aktuelle, gesicherte Informationen, gibt aber weder medizinischen Rat, noch empfiehlt es eine spezielle Behandlungsmethode.

Da Erwachet! eine Auflage von 36 Millionen hat und in 82 Sprachen erscheint, erreicht es auch Leser, die sonst kaum Zugang zu medizinischer Versorgung und medizinischen Informationen haben. Eine Auswahl medizinischer Artikel, die in letzter Zeit im Erwachet! erschienen sind, findet man hier.

Lebensführung

Die durch unsere Veröffentlichungen vermittelten biblischen Lehren schützen uns und andere vor vielen gesundheitlichen Problemen. Zum Beispiel schließen biblische Grundsätze das Rauchen und den Drogenmissbrauch aus. Die Zeitschrift UN Chronicle schrieb: „Der Tabakkonsum ist weltweit gesehen die größte vermeidbare Ursache für einen vorzeitigen Tod und Gesundheitsschäden." Alkohol genießen wir in Maßen, betrinken uns aber nicht.

Weil wir uns strikt an biblische Grundsätze halten und sexuelle Beziehungen nur auf den Ehepartner beschränken, tragen wir nicht zur Verbreitung sexuell übertragbarer Krankheiten bei. Wir riskieren nicht unser Leben, wie z. B. beim Fahren unter Alkoholeinfluss. Und wir vermitteln hohe Hygienestandards, wodurch Infektionskrankheiten wie Diarrhö, Cholera, Ruhr und Typhus vorgebeugt wird.

Lebensverlängernde Maßnahmen

Die Bibel verlangt keine außergewöhnlichen, komplizierten Maßnahmen, durch die der Sterbeprozeß lediglich verlängert würde. Patientenverfügungen sollten respektiert werden.

Organtransplantationen

Organtransplantationen oder Organspenden liegen in der Entscheidung des Einzelnen.

Impfungen

Wir haben nichts gegen Impfungen im Allgemeinen. Einige Impfstoffe enthalten Blutfraktionen. Der Einzelne entscheidet, ob er sie akzeptiert.
 
   
 
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