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Was bedeutet der Name Jehovas Zeugen

Jehova ist gemäß der Bibel Gottes Eigenname. Ein Zeuge ist jemand, der Tatsachen bestätigen kann, weil er sie genau kennt, oder aus eigener Erfahrung oder Überzeugung sagen kann, dass sie wahr sind. Somit bezeichnet der Name Jehovas Zeugen eine organisierte Gruppe von Christen, die für die Tatsache eintritt, dass Jehova ein liebevoller und gerechter Gott ist, der unsere Liebe und unseren Gehorsam verdient. Deshalb sprechen wir mit anderen über das, was wir aus der Bibel gelernt haben (Jesaja 43:10-12).

Sind sie Christen?

Ja, wir sind Nachfolger Jesu Christi, des Sohnes Gottes. Wir glauben, dass Jesus sein Leben gab, um die Menschheit zu retten. Beim Predigen und Lehren und auch in zwischenmenschlichen Beziehungen ist Jesus unser Vorbild. Wir erwarten die Zeit, in der er vom Himmel aus über die Erde herrschen und für wahren Frieden sorgen wird.

Glauben sie, dass nur sie gerettet werden?

Nein. Millionen Verstorbene, die keine Zeugen Jehovas waren, werden auferstehen und die Chance haben, für immer zu leben. Wer sich vor dem Gerichtstag Gottes für Wahrheit und Gerechtigkeit entscheidet, wird gerettet werden. Außerdem sagte Jesus, wir sollten niemand richten. Menschen achten auf Äußerlichkeiten, Gott sieht ins Herz. Er übersieht nichts und ist ein gnädiger Richter, der das Gericht Jesus und nicht uns übertragen hat (Matthäus 7:1-5; Johannes 5:22, 27).

Glauben sie an Wunderheilungen?

Wir glauben nicht an Wunderheilungen, wie sie heutzutage praktiziert werden. Jesus Christus und seine Apostel vollbrachten zwar Wunderheilungen, aber gemäß der Bibel war das nur im ersten Jahrhundert möglich und sollte kein Merkmal des Christentums bleiben (1. Korinther 12:30; 13:8).

Warum feiern sie keine Feiertage?

Das wichtigste religiöse Ereignis für Zeugen Jehovas ist die jährliche Feier zum Gedenken an den Tod Christi. Geselligkeiten wie Feste oder Picknicks können wir das ganze Jahr über veranstalten. Dabei sind wir an kein bestimmtes Datum gebunden und niemand muss sich zu irgendetwas verpflichtet fühlen. Wir feiern auch Hochzeiten oder Hochzeitstage. Doch wir begehen keine Feiertage, die nichtchristlichen Ursprungs sind oder den Nationalstolz fördern. Wir lehnen Feste nicht grundsätzlich ab und haben auch nichts dagegen, anderen Geschenke zu machen.

Jehovas Zeugen und der Zionismus

Jehovas Zeugen sind Christen und ihr Glaube stützt sich auf die Bibel. Manche Religionen sagen, in der Bibel sei vorausgesagt worden, dass die Juden in Palästina wieder zusammengebracht würden. Doch Jehovas Zeugen sind überzeugt, dass solche politischen Entwicklungen in der Bibel nicht angekündigt werden.1 Die Bibel stellt kein Volk, keine ethnische Gruppe und keine Regierungsform über eine andere.2 Der Wachtturm, die Hauptzeitschrift der Zeugen Jehovas, erklärte ganz deutlich, dass „der politische Zionismus von der Heiligen Schrift nicht gestützt wird."3
Zionismus wird definiert als: „Politisch-religiöse Bewegung mit dem Ziel, einen jüdischen Nationalstaat in Palästina zu errichten."4 Jehovas Zeugen sind weder Befürworter des religiösen Zionismus noch stehen sie hinter dem politischen Zionismus, da sie politisch neutral sind. 
Jehovas Zeugen sind eine ausschließlich religiöse Organisation, die keine politische Bewegung unterstützt, den Zionismus eingeschlossen. Die politische Neutralität der Zeugen Jehovas ist eindeutig belegt. In einigen Ländern sind sie brutal verfolgt worden, weil sie nicht von ihrer neutralen Haltung abgerückt sind.
Ein Kernpunkt der Glaubenslehren der Zeugen Jehovas ist, dass sie sich an die Landesgesetze halten, ganz gleich wo sie leben. Sie opponieren nicht gegen Regierungen und beteiligen sich nicht an bewaffneten Konflikten.

1: Rechtfertigung, Band 2, 1932, herausgegeben von der Wachtturm Bibel- und Traktat-Gesellschaft. Jehovas Zeugen veröffentlichten 1952 folgenden Kommentar: „Was irgend mit der neuzeitlichen Rückkehr der Juden nach Palästina und der Aufrichtung der Israeli-Republik zu tun hat, entspricht keinesfalls den biblischen Prophezeiungen, die davon sprechen, dass Jehovas Namensvolk in seine Gunst und Organisation zurückgebracht werden soll" („Gott bleibt wahrhaftig", Ausgabe 1958, S. 232, herausgegeben von der Wachtturm Bibel- und Traktat-Gesellschaft Deutscher Zweig, e.V.).
2: Apostelgeschichte 10:34, 35.
3: 15. Mai 1958, S. 293-296. 
4:Schubert, Klaus/Klein, Martina: Das Politiklexikon, 4., aktual. Aufl. Bonn: Dietz 2006.
 
   
 
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